blue moon studio

Mandy Schaub – Blog & Hobby-Fotografie

Von Angesicht zu Angesicht

Ein wenig Funkstille, einfach ein bisschen Zeit für mich.

Es wurden so viel neue Erfahrungen in unser Leben gebracht, irgendwann habe ich den Umgang mit neuen gegeben Situationen sozusagen automatisiert.

Ich kann auch gerade nicht sagen ob es sich, um Akzeptanz oder doch mittlerweile dem hinnehmen der Situation handelt.

Im jetzigen Moment fühlt es sich wie eine herannahende oder bereits vorhandenen Depression an.

Mein Lieblingsmensch, wurde nach Halle/Saale in eine Klinik verfrachtet, und ich falle hier in ein Wurmloch von ungeahnter Größe.

Die letzten Monate waren sehr schwer und hart für uns, ich habe jede erdenkliche Zeit und Energie für meinen Mann und mich aufgebracht, um diese Momente zu überleben.

Und was passiert nun?! Um es annähernd mit den Worten meiner Freundin Chrissy zu sagen:

Die Energie und die Zeit die ich dafür verwendet habe, brauchen jetzt einen anderen Raum

Somit wäre ich bei meinem heutigen Thema angekommen.

Da es mir so schwer fällt, diese Zeit und Energie auf mich selbst zu lenken, brodelt da gerade wieder ein ganz übles Gefühl.

Hass.

Etwas, dass ich nicht wieder fühlen wollte, eine ganz bedenkliche Feindseligkeit, gegenüber meiner Mutter.

Ich war darüber hinweg.
Sie ist mir egal.
Nach fast 3 Jahren kein Kontakt aus meinem Leben, dachte ich.

Ständig wiederholen sich seit Tagen diese Worte in meinem Kopf:

  • Selbstwertgefühl
  • Selbstbewußtsein
  • Selbstvertrauen
  • Selbstachtung

All das hat sie mich nicht gelehrt, sie hat mich zu einem Opfer erzogen.

Ich bin zu einem Menschen geworden der nur die Bedürfnisse anderer sieht. Ich fühle mich wie eine Sklavin, zu dieser wollte sie mich wohl auch erziehen, ihr immer treu ergeben und jeden Wunsch von den Augen ablesend.

Und doch steckt da ganz tief in mir ein starker Wille, den konnte sie nicht kontrollieren.

Ich wollte nicht mehr in ihrem manipulativen Käfig sitzen, sie hat alles getan das ich mich von ihr abwende.

Auch das war ihr Plan, nachdem ich ihr „über den Kopf gewachsen“ war, und sie mir sagte: das sie Angst vor mir habe.

Nein, sie hatte keine Angst vor mir, sie hatte Angst die Kontrolle über mich zu verlieren, sie hatte Angst vor dem was sich da in mir regte, auf der Suche nach mir SELBST.

Nun sitze ich hier in meiner Verzweiflung,…

Liebe, haben mir andere Menschen mehr geschenkt, als sie es jemals konnte.

Das SELBST kann nur ich allein aufbauen, da sie es nicht konnte oder wollte, es nicht besser wußte oder wie auch immer.

Der Weg zu einer Therapie wird wohl mittlerweile doch unumgänglich sein.

Ich brauche Hilfe beim „neu programmieren“, ich bin mir sicher, dass ich das nicht allein bewältigen kann.


Natürlich kann ich das nicht alleine bewältigen.

Mein Schatz und ich haben heute sehr intensiv über mein oben geschriebenes reden können.
Siehe da … eigentlich habe auch ich meinen Haustherapeuten. *grins*

Da es noch so viel zu regeln und erledigen gibt, hat er eine kurze Auszeit von der Klinik bis morgen bekommen.
Somit konnten wir dieses Gespräch auch sehr ausführlich und von Angesicht zu Angesicht führen.

1+

Ähnliche Beiträge:

Teilen bei: